Was Sie schon immer über Noni wissen wollten...
Durch ständige Besuche überzeugen wir uns uns regelmäßig persönlich von der sauberen und sorgfältigen Produktion unseres Noni-Saftes vor Ort. Wir fühlen uns verantwortlich, unseren Kunden ein gutes Produkt zu bieten. Im folgenden erklären wir Ihnen den Produktionsprozeß in Einzelstufen.
Nach einigen Erfahrungen mit Herstellern für unseren Noni-Saft suchten wir Adressen von kleinen Erzeugerbetrieben, die im Rahmen des staatlich geförderten OTOP-Programmes (One Tambon, One Product) produzieren und vertreiben. Das Ziel der OTOP-Organisation ist, die heimische Bevölkerung dabei zu unterstützen, ihre Produkte aus eigener Herstellung auf konkurrenzfähiges Niveau zu bringen und zu vermarkten. Auch die traditionelle Herstellung von Noni-Saft gehört zu den förderungswürdigen staatlichen Projekten.
So stießen wir auf einen Hersteller in der ländlichen Umgebung Bangkoks. Die Chefin des Betriebs machte auf uns einen sehr offenen, netten Eindruck am Telefon, und sie reagierte freudig, als wir unseren Besuch ankündigten, um uns einen Überblick über die Produktionsbedingungen zu verschaffen.
Was wir dann sahen, überraschte uns positiv. Wir stellten uns ein graues Fabrikationsgebäude vor, wo es roch und lärmig war. Was wir fanden, war eine ländliche Idylle am Klong - ein nettes Wohnhaus mit angebauten Produktionsräumen, alles sauber gefliest, mit einer auf Pfählen erbauten Terrasse über dem Klong. Überall war es grün, wenn nicht ein paar rostige Wellblechdächer durchschimmerten, konnte man meinen, man befindet sich im Urlaub... Vor den Augen lag das “Goldene Noni-Dreieck”, gebildet von hier zusammentreffenden drei Provinzen.
Nach einigen Fotos erklärte man uns den Produktionsweg des Noni-Saftes, der fein säuberlich in Reihen repräsentativ ausgestellt wurde. Die Früchte, so erzählte sie uns, bezieht sie meist aus der Nachbarschaft. Nur wenn größere Lieferungen anfallen, z. B. für die „Belieferer“ der Gänsemarschtouristen aus Japan, Hongkong, Taiwan und Korea, bezieht sie Zusatzlieferungen aus dem Isaan. Sie erzählte uns ohne Neid, daß diese Leute Hunderte von Kisten bestellen und die Flasche für 1200 Baht verscherbeln... ihr Verkaufspreis an Großabnehmer sei aber immer gleich.
Wir bekamen einen Überblick über die jahrhundertealte Tradition der Herstellung von Nonisaft in Thailand, und wir erfuhren so beiläufig, daß die Produzentin und ihre Familie ebenfalls regelmäßig Noni trinken.
Wir ließen die jahrzehntelange Erfahrung der Hersteller mit unseren Reinheits- und Geschmackserfordernissen zusammenfließen. Es entstand daraus ein wohlschmeckender, naturreiner Saft mit Zusätzen von braunem Zucker und Bienenhonig - insgesamt unter 5% -, sowie 5% Wasser.
Die hühnereigroßen, gelblich-grünen Noni-Früchte, deren strukturierte Oberfläche an Ananas erinnert, werden zuerst kalt gewaschen und dann in den für die Speicherung von Regenwasser bekannten Tonkrügen abgedeckt etwa drei Tage lang der Sonne ausgesetzt. Dann wird die gärende Fruchtmasse in 350-l-Plastikfässer gefüllt und 7 Tage lang gären lassen. Danach wird die Gärmasse durch den Wolf gedreht und in 850-l-Plastiktanks umgefüllt.
Ohne Wasser-, Geschmacks- und ggf. Kräuterzusätze bleibt diese Masse ein grauer Brei, in Farbe und Konsistenz in etwa mit verdickter Linsensuppe vergleichbar. Darum wird von JEDEM Hersteller etwas Wasser zugesetzt.
Der Fruchtbrei wird drei Monate lang mit Tüchern abgedeckt gären lassen. Wie die Produzenten mit dem 100%-Stern auf ihrem Etikett bei ihrem Nonisaft jedoch die natürliche graue Farbe ändern, bleibt deren Geheimnis. Doch in Thailand ist man nicht so kritisch - Qualität und Hygiene im Produktionsprozeß liegen deshalb hauptsächlich im Verantwortungsbereich des Produzenten und an dessen Sorgfalt.
Die Morinda citrifolia ist eine Zitrusfrucht und enthält wenig Fruchtzucker. Wie bei der Weinherstellung wird deshalb in der traditionellen Herstellungsweise VOR der Gärung Zucker, Honig oder Fructose zugesetzt, um eine gute Gärung und einen genießbaren Geschmack zu erzielen.
Der Gärraum ist als solcher kaum zu erkennen. Es roch es in keiner Weise, alles war peinlich sauber, das gedämpfte Licht und die rosafarbenen Abdecktücher bei gedämpftem Licht machen eher den Eindruck eines Sanatoriums.
Nach drei Monaten wird die vergorene Masse durch Tücher geschlagen, heraus kommt das wertvollste Produkt: ein reiner, unverfälschter Fruchtwein mit etwa 4% Alkoholgehalt. Genießbar ist er aber nur, wenn vor der Gärung Fructose, Honig oder Zucker zugesetzt wurde.
Leider ist dieses Zwischenprodukt nicht käuflich - die Alkoholherstellung ist nicht erlaubt unter der OTOP-Schirmherrschaft. Ohne Zusätze ist dieser Wein, der weiter gärt und jede verschlossene Flasche zum Platzen bringt, einige Wochen im Kühlschrank haltbar. Doch nun muß der Alkohol entzogen und das Produkt haltbar gemacht werden. Das geschieht durch Erhitzen in großen Töpfen. Pasteurisieren bei max. 80 Grad
Jedermann weiß, daß durch Erhitzen von Nahrungsmitteln bestimmte Inhaltsstoffe verloren gehen. Seitens der meisten Hersteller setzt man deshalb an dieser Stelle das harmlos und sauber klingende Wort Pasteurisierung mit dem Zusatz „schonend“ ein ... wie es auch bei Milch verwendet wird. Wie schonend die Pasteurisierung aber geschieht, ist kaum nachprüfbar. Wir prüfen es hier vor Ort!!!
Die OTOP-Organisation, die die Produktion kontrolliert und den Vertrieb unterstützt, schreibt eine Erhitzung auf maximal 80 Grad vor, die die Lagerfähigkeit des Saftes gewährleistet und den Alkohol gleichzeitig entzieht.
Nach dem Erhitzen des Noni-Saftes wird bei der Herstellung nur noch mit Mundschutz gearbeitet – es ist höchste Sterilität angesagt, denn die geringste Verunreinigung kann nach dem Abfüllen schon nach kurzer Zeit den Noni-Saft verderben. Deshalb werden auch die Flaschen, in die abgefüllt wird, in kochendem Wasser sterilisiert.
Nach dem Abfüllen werden die Flaschen verschlossen, etikettiert und kommen dann ins Lager.
Bezüglich Lagerfähigkeit machten wir einen Test. Wir öffneten zusammen mit unserem Produzenten eine Flasche, die gut drei Jahre an einem ganz normalen, unklimatisierten, schattigen, luftigen Ort gestanden hatte. Dieser Saft war zur Delikatesse geworden. Man könnte ihn fast mit einem guten Tropfen aus Trauben vergleichen, wenn man dann nicht von Kennern zum Frevler gestempelt würde...
Wir haben uns davon überzeugt, daß bei dieser Produktion nichts verborgen wird Der gesamte Produktionsprozeß ist transparent und wird absolut sauber und verantwortungsbewußt durchgeführt. Somit können wir unseren THIP NONI guten Gewissens unseren alten und neuen Kunden anbieten.
Plastikflaschen verboten?
Jedes Lebensmittel muß in Thailand eine sogenannte FDA-Nummer tragen. Diese repräsentiert die Genehmigung durch die thailändische Lebensmittelaufsichtsbehörde.
Wir fragten, ob es auch möglich sei, eine FDA-Nummer zu bekommen für die Abfüllung in Plastikflaschen. Zu unseren Kunden zählen nämlich viele Touristen, die natürlich gern ein paar Flaschen unseres preiswerten Noni-Saftes mit nach Haus nehmen wollen, um das Gepäck bis zur Gewichtsgrenze aufzufüllen. Die erste Auskunft: In Thailand gibt es keine Genehmigung für die Abfüllung von Noni-Saft in Plastikflaschen. Doch dann stellte sich nach intensivem Nachforschen heraus, daß es doch möglich sei.
Übrigens: Ein Verstoß gegen die Auflagen des FDA wird unseren Ermittlungen zufolge mit der fürchterlichen Geldstrafe von etwa 1000 Baht bestraft - wenn der zuständige Beamte seinen Ermessensspielraum nicht etwas enger auslegt... Da kann man schon mal etwas riskieren... Darum setzen wir auf Aufklärung. |